Mir fehlt eine umfassende Backupstrategie

Sicherungen sind wichtig und das weiß eigentlich auch jeder PC-Anwender – Spätestens wenn einmal versehentlich eine Datei, ein Verzeichnis, oder gar eine Partition überschrieben / gelöscht wurde, ist der Ärger groß!

Wieso keine Sicherungen?
Häufig höre ich im Zusammenhang mit Backups die Worte aufwändig, nervig, zeitintensiv, kompliziert, oder schlicht und einfach vergessen.

Ist das wirklich so? Nein!
Auf dem Markt gibt es viele unterschiedliche Ansätze und Lösungen die ausgereift sind und gut funktionieren, egal ob es sich um Hard- oder Software handelt.

Ich glaube, dass das Problem eher die Bequemlichkeit und Sparsamkeit der Anwender ist!
Wer macht sich schon die Mühe ein Backup zu erstellen wenn man es noch nie gebraucht hat? Wer investiert 200€ in eine zusätzliche Wechselfestplatte und eine Backupsoftware wenn man das Geld an zig anderen Stellen vermeidlich sinnvoller nutzen kann?

Mir ging das gestern auch so!
So ging es mir gestern, als ich aus Unachtsamkeit die MySQL-Datenbank von diesem Blog geleert habe.
Ich wollte nur mal eben schnell was korrigieren und eine Sekunde später war alles weg. Was ich getan habe war mir auch ein paar Sekunden später sofort bewusst geworden, aber weg waren die Daten!

Die letzte Sicherung hatte ich manuell am 6. Februar erstellt. In der Zwischenzeit hatte ich aber einige Beiträge geschrieben.
Eine Nachfrage beim Webhoster ergab, dass eine Restore mit 60€ pro Stunde abgerechnet wird und diese eine Wiederherstellung der nächtlichen Komplettsicherung auf einem Ausweichsystem machen müssten, was sicher teuer geworden wäre.

Meine Lösung war noch einfach – Ich habe mein DB-Backup eingespielt und mit Hilfe von Google-Cache meine neueren Beiträge relativ komfortabel per copy & paste neu erstellt.

Wie sichere ich bis jetzt?
Bisher sichere ich einmal in der Woche vollständig meine wichtigsten Daten (Dokumente, Mails, Termine, Favoriten und Kennwörter) per Skript.
Diese ändern sich mehrfach täglich, sind aber nicht besonders groß und der Vorgang dauert auch nicht lange.
Meine Fotos, Musik und eBooks ändern sich seltener und werden in zufälligen Abständen immer mal wieder auf eine zweite Festplatte kopiert.
Von meinem Gesamtsystem mache ich ab und an ein Image, damit ich bei einem Fehler nicht das Betriebssystem und die Software neu installieren muss.

Wieso reicht das nicht?
Das Problem ist der Speicherort, denn die zweite Festplatte ist im gleichen Computer. Ein Blitzeinschlag oder ein Virus könnte die Dateien für immer vernichten. Brennen ist mir zu aufwendig, da ich keine Übersicht habe, welche Dateien auf welcher DVD welchen Stand haben. Bei USB-Wechselfestplatten nerven meist die Netzteile bzw. der Kabelsalat.

Das nächste ist, dass ich immer noch einige Schritte per Hand erledige, was fehleranfällig ist. Zusätzlich gibt es noch einige Dinge, wie z.B. MySQL-Datenbanken, Dateien beim Webhoster und lokale Einstellungen, die ich überhaupt nicht sichere.

Was sich ändern muss!
Die Sicherungen sollen nicht auf dem gleichen Computer gespeichert werden, eventuell wäre ein NAS mit mehreren Festplatten sinnvoll.
Weiter werde ich noch mal überdenken, welche Dateien wie oft gesichert werden müssen und wie viele Versionen ich aufbewahren möchte.
Die Backupjobs sollten automatisch gestartet werden und auch voll automatisiert sein, damit kein manuelles Zutun mehr notwendig ist.

Weitere Beiträge zu diesem Thema werden folgen, versprochen!

Zu sichernde Verzeichnispfade von Oulook

Wer seine individuellen Daten und Einstellungen von Microsoft Outlook selbst sichern möchte, sollte auf jeden Fall die folgenden Verzeichnisse und Dateien beachten bzw. dem Backup hinzufügen.

Navigationsbereichseinstellungen
Dateierweiterung -> xml
Windows XP/2003 -> %appdata%MicrosoftOutlook
Windows Vista/7 -> %appdata%MicrosoftOutlook

Mailadressen-Historie
Dateierweiterung -> nk2
Windows XP/2003 -> %appdata%MicrosoftOutlook
Windows Vista/7 -> %appdata%MicrosoftOutlook

E-Mail – Regeln
Dateierweiterung -> rwz
Windows XP/2003 -> %appdata%MicrosoftOutlook
Windows Vista/7 -> %appdata%MicrosoftOutlook

E-Mail – Signaturen
Dateierweiterung -> txt, rtf, htm
Windows XP/2003 -> %appdata%MicrosoftSignatures
Windows Vista/7 -> %appdata%MicrosoftSignatures

Wörterbuch
Dateierweiterung -> dic
Windows XP/2003 -> %appdata%MicrosoftUProof
Windows Vista/7 -> %appdata%MicrosoftUProof

Übermittlungseinstellungen
Dateierweiterung -> srs
Windows XP/2003 -> %appdata%MicrosoftOutlook
Windows Vista/7 -> %appdata%MicrosoftOutlook

Produktaktivierung von Office sichern

Wie viele wissen, muss Microsoft Office nach der Installation aktiviert werden. Dies kann entweder telefonisch oder über das Internet passieren.
Damit dies nicht nach jeder Neuinstallation gemacht werden muss, die Anzahl der Aktivierungen ist beschränkt, kann nach der Aktivierung ein Backup dies ersparen.

Die folgende Anleitung gilt für Office 2003 und 2007. Es müssen lediglich Versionsangaben getauscht / ersetzt werden.

Wann und wie?
Das funktioniert so lange keine wesentlichen Hardwarekomponenten getauscht werden.

Die Dateien können ganz normal nach der Aktivierung gesichert / weg kopiert werden.
Nach der Neuinstallation und vor dem ersten Start einer Anwendung aus dem Officepaket werden diese einfach wieder in die angegebenen Verzeichnisse kopiert.

Wo und was?
Die folgenden zwei Dateien müssen, je nach Betriebssystem, aus den folgenden Verzeichnispfaden kopiert werden.
Für Windows XP: C:Dokumente und EinstellungenAll UsersAnwendungsdatenMicrosoftOfficeData
Für Windows Vista/7: C:UsersAll UsersAnwendungsdatenMicrosoftOfficeData

Abhängig von der Officeversion gibt es da zwei Dateien. Diese weg kopieren.
Für Office 2003: opa11.dat und opa11.bak
Für Office 2007: opa12.dat und opa12.bak

In der Windows-Registrierung (Regedit aufrufen) den entsprechenden Zweig suchen und eine reg-Datei erstellen („Exportieren“).
Für Office 2003: HKEY_LOCAL_MACHINESoftwareMicrosoftOffice11.0Registration
Für Office 2007: HKEY_LOCAL_MACHINESoftwareMicrosoftOffice12.0Registration

Clonezilla für Multicore optimiert

Nachdem ich bei meinen Computer den SATA-Controller auf den AHCI-Mode umgestellt hatte, konnte ich mit Clonezilla keine Sicherungen mehr machen.
In einem Blog fand ich den Tipp die Version „Experimental“ mal zu probieren, was ich auch tat. Daneben ist mir eben auch aufgefallen, dass diese für Multikern-Prozessoren optimiert wurde. Das hat das Probieren noch interessanter gemacht. 🙂

Früher brauchte ich für eine Sicherung 61 Minuten bei 20 GB Daten. Jetzt sind es nur noch 13 Minuten bei 12,5 GB Daten.

Partition: 51′540 MB
Genutzt: 12’575 MB bzw. 20′231 MB
Komprimierung: bzip2
Imagegröße: 4,32 GB bzw. 5,54 GB

Wenn man diese Ergebnisse vergleicht, so ist das eine super Steigerungsrate und zeigt mir, dass es sich doch gelohnt hat einen Quad-Core zu kaufen, da immer mehr Softwarehersteller Mehrkernsysteme unterstützen bzw. optimieren.

Clonezilla für System-Images

Wie ich in meinem Beitrag „Meine virtuellen Arbeitsumgebungen“ erwähnt habe, mache ich Systemimages von meinem Computer und zwar mit Hilfe von Clonezilla.

Wieso etwas Neues?
Früher habe ich diese immer mit „Acronis True Image“ gemacht, was auch lange sehr gut und komfortabel funktioniert hat. Allerdings gab es dann steht’s neue Produktversionen / -Editionen die einige Einschränkungen mitbrachten, wie z.B. die Sicherung von Server- und Clientbetriebssystemen, oder Windows- und Linux mit einem Programm sichern.

Suche nach Alternativen?
Also habe ich mich auf die Suche im Internet gemacht. Es sollte nicht so teuer sein, oder besser noch kostenlos. Weiter sollte diese Linux und Windows sichern können und nicht in dem Betriebssystem selbst installiert werden, welches gesichert werden soll. Mit einer reinen Kommandozeile unter Linux wollte ich mich auch nicht herumschlagen.

Als ich nach ein-zwei Stunden Suchen keine befriedigende Lösung gefunden hatte, wollte ich gerade aufgeben, als ich bei Tecchannel.de über einen Beitrag zu Clonezilla stolperte.
Ich hatte damit nicht nur eine Open Source Anwendung gefunden, sondern noch einen Beitrag mit Workshop dazu. 😀

Meine Erfahrungen mit Clonezilla:
Einfach eine tolle Software, die auch noch fortentwickelt wird, relativ schnell und doch noch gut bedienbar ist.

Beispieldaten:
Wiederherstellung:
Größe der Partition: 51’540 MB
Genutzt: 11’625 MB
Dauer des Restorevorganges: 11 Minuten

Sicherung:
Größe der Partition: 51’540 MB
Genutzt: 20’231 MB
Komprimierung: bzip2 (langsam, sehr gute Komprimierung)
Dauer des Backupvorganges: 61 Minuten
Imagegröße am Ende: 5,54 GB

Tägliche Sicherung per „Senden an“-Kontextmenü

Eine sinnvolle Kombination aus „Verzeichnis mit aktuellem Datum erstellen“ und „Neue Verknüpfung erstellen“ kann zusätzlich ein paar Klicks einsparen, indem Dateien und Verzeichnisse direkt über das Kontextmenü „Senden an…“ in ein Verzeichnis mit dem aktuellen Datum kopiert werden können. Das Lösung sieht wie folgt aus und kann beliebig erweitert werden:

Wie funktioniert das nun?
Es wird zunächst ein Backup-Verzeichnis mit dem aktuellen Datum als Namen (z.B: 2007-04-26) angelegt. Anschließend wird in das SendTo-Verzeichnis (z.B. „C:Dokumente und EinstellungenBENUTZERNAMESendTo“) eine Verknüpfung auf diesen Ordner erstellt. Nun kann z.B. ein Ordner markiert und mit einem Rechtsklick die Verknüpfung in dem Kontextmenü „Senden an“ gewählt werden. Die Folge ist eine Kopie in dem Sicherungsverzeichnis.

Bootsektor einer Festplatte sichern

Möchte man den Bootsektor einer Festplatte sichern, so wird dies innerhalb von Sekunden mit dem folgenden Befehl gelingen:

Der Bootsektor von Festplatte „sda“ wird in die Datei „BootsektorSda.img“ auf die erste Partition der zweiten Festplatte geschrieben.

System-Image mit gzip-Komprimierung erstellen

Ich möchte hier ein andere Möglichkeit vorstellen ein Backup einer Partition zu erstellen. Dieses sichert bei mir die Systempartition (sda1) auf eine vierte Partition (sda4) der ersten Festplatte (sda) sichert. Anschließend wird das Image mit gzip komprimiert.

Möchte man eine komplette Festplatte sichern, so funktioniert das wie folgt:

Info:
Hier habe ich den Komprimierungsfaktor für gzip auf „6“ eingestellt. Dieser kann noch verändert werden, je nachdem ob die Dateigröße oder Geschwindigkeit wichtiger ist.