Zur Zeit stolpere ich immer wieder über schlechte Installer bzw. Setups von irgendwelchen Programmen. Es ist traurig zu sehen, dass es im Jahr 2010 nicht möglich ist, sich an gewisse Standards zu halten, oder gar eine vollständige Deinstallation zu realisieren.
Ein paar Probleme…
Die Probleme beginnen mit den Zielverzeichnissen, also der Auswahl des Programmverzeichnisses.
Ist dieses überhaupt änderbar, wird das Standard-Programmeverzeichnis verwendet, wird nach 32/64-Bit unterschieden, wird nach Hersteller und Produkt verschachtelt, oder eben nicht.
Bestehen Abhängigkeiten zu anderen Komponenten, so sollten diese nachinstalliert werden, wenn noch nicht vorhanden. Da sollte auch nach der Architektur unterschieden werden.
Weiter gibt es Verzeichnisse für Einstellungen die für den einzelnen Benutzer, jeden Benutzer, oder den ganzen Computer gelten. Dies sollte auch bewusst entschieden werden, oder der Anwender selbst sollte dies entscheiden können.
Icons einfach auf dem Desktop oder in der Superbar zu platzieren, ohne vorher nachzufragen, ist für mich ein absolutes no go.
Software-Beispiele:
Xmbc installiert z.B. auf einem 64-Bit Betriebssystem das 32-Bit Redistributable-Paket, auch wenn dieses bereits vorhanden ist.
Das Media Portal installiert sich toll unter Windows 7, aber danach geht nichts mehr. Das Programm bleibt beim Start einfach stehen, ohne eine Fehlermeldung, ebenso das Konfigurationsprogramm.
Virtualbox legt seinen Settingsordner in “C:\Users\%Username%” ab.
Ein ganz besonderer Kandidat ist Steam. Diese installieren standardmäßig in die Programfiles, was so weit nicht schlimm ist, da man das Verzeichnis auch ändern kann. Aber wieso gibt es keine Info, dass alle Spiele, welche heruntergeladen werden, ebenso in dieses Verzeichnis kopiert werden? Das Downloadverzeichnis ist auch nicht änderbar, nicht während der Installation noch danach. Und das, wo immer mehr SSDs als Systemlaufwerk verwendet werden.
Es gibt aber auch gute Beispiele, wie den Firefox, oder 7-Zip. Zum Glück