Nachdem ich nun etwas mehr als zwei Monate mit Linux, Debian im Serverbereich und Kubuntu als Client, verbrachte habe, möchte ich euch hier meine persönlichen Erfahrungen und Erkenntnisse in mehreren Beiträgen näher bringen.
Ich werde mich jedoch erstmal auf Debian beziehen, da ich zum größten Teil damit gearbeitet habe und diese Distribution und der Backend-Bereich mich am meisten interssiert.
Ich bin Windows
Zuerst muss ich gleich mal sagen, dass ich wirklich durch und durch ein Windows-Benutzer bin, was sicherlich einige Freunde und Kollegen sofort bestätigen würden. Ich kenne mehr oder weniger alle Versionen / Editionen, ob Client oder Serverseitig. Ich habe mit DOS 6 und Windows 3.11 meine ersten Erfahrungen gemacht und privat wie auch beruflich habe ich nie ernsthaft diese Schiene verlassen.
Weiter muss ich zugeben, dass ich die “Denke” von Microsoft irgendwie verinnerlicht habe und es mir sehr leicht fällt die Produkte zu verstehen, egal ob es ein Update oder ein ganz neues Produkt ist.
Wer jetzt aber glaubt, dass ich so ein typischer Windows-User bin, der irrt. Ich habe nie bezweifelt irgendwann einmal auf ein anderes Betriebssystem umzusteigen, aber bis jetzt einfach noch nie einen Bedarf gehabt bzw. Grund gesehen.
Ich bin Prakmatiker und nutze das System, welches mir am besten hilft meine Arbeit zu erfüllen und einfach läuft – Und mit Windows ist das im Clientbereich bis jetzt am besten möglich gewesen wenn man nicht ständig frickeln will.
Im Serverbereich, gerade bei Webservern, Firewalls, Proxys und Routern mag Linux schon ein wenig besser sein. Dafür sind die Active Directory-Dienste mit Fileservern und dem Exchange Server in Kombination auch bis heute noch eine unüberwindbare Hüre für die Linux-Gemeinde.
Kurz: Ich bin nicht auf Windows eingefahren!
Wieso auf einmal Linux!?
Alles hat damit begonnen, dass wir im Geschäft mehrere Squid-Proxyserver für eine Testumgebung benötigten, aber keiner das KnowHow oder die Zeit hatte, diese aufzusetzen. Also habe ich mich dem Thema angenommen, schließlich hatte ich bereits an zwei Linux-Kursen zu je drei Tagen “erfolgreich teilgenommen”.
Ich habe mir direkt die aktuelle Distribution 4.0R1 von Debian heruntergeladen, da ich wußte, dass diese besonders gut für Server geeignet und kostenlos ist. Einfach mal los legen, die Fragen kommen dann schon… und so sollte es auch sein!
Meine Buchempfehlung
Hier gleich mal noch eine Buchempfehlung von meiner Seite… “Linux-Server mit Debian GNU/Linux“, kostet allerdings um die 45€, die sich aber auf jeden Fall lohnen; Und das sage ich als Anti-Leseratte!
Im nächsten Beitrag wird es um die Installation gehen…